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Vogelgrippe

 

 

 

 


 

 

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Vogelgrippe: Echte Gefahr oder Panikmache

(engl. bird flu  , franz. grippe aviaire)

Oft  liest man vom Vordringen der Vogelgrippe und den möglichen Gefahren für die Menschen. Was ist wahr daran? Immerhin ist die Vogelgrippe seit Jahrzehnten bekannt und hat die Menschen bisher noch nie ernsthaft bedroht.

Vorbemerkung:
Vogelgrippe und menschliche Grippe sind verschiedene Unterarten des Influenza- A-Virus.

Die Vogelgrippe befällt jedoch fast ausschließlich Vögel, vor allem Geflügel, und an Säugetieren gelegentlich  Schweine.

Bisher sind Menschen nur bei sehr engem körperlichem Kontakt mit erkrankten Tieren erkrankt, eine Übertragung von Mensch zu Mensch kam nur in ganz wenigen Fällen vor und die Erkrankung verlief dann auch sehr viel milder.

Ausbreitung:
Seit 2003 breitet sich die Vogelgrippe in verschiedenen Arten weltweit immer wieder aus, vergleichbar wohl mit dem alljährlichen weltweiten Ausbreiten der menschlichen Grippe. Vor allem die aktuelle Unterart A H5N1 breitet sich zur Zeit aus, da sie besonders gut variiert- siehe unten.  Naturgemäß ist die Ausbreitung durch Wildvögel, v.a. Zugvögel ( Störche ziehen z.B. winters nach Südafrika!)  rasch und kaum kontrollierbar. Maßnahmen wie Massenschlachtungen oder Stallhaltung der Hühner konnten bisher wenig ausrichten.

Therapie:
a.) Virustatika wie Tamiflu - in Einzelfällen wurde auch über Resistenzen dagegen berichtet-

b.) Symptomatisch wie bei allen anderen Virusinfekten auch, also bei Bedarf:
- kreislaufstützend
- Fiebersenkung (Antipyrese)
- Schmerzbekämpfung (Analgese)

Nicht zu vergessen der Schutz vor weiterer Ansteckung, aber das ist eine andere Frage.

Potentielle Gefahren:
Gefürchtet wird vor allem, dass ein Mensch gleichzeitig an Vogelgrippe und an der menschlichen Grippe erkrankt und dabei sich die gefährlichen Eigenschaften beider Virenarten kreuzen könnten und so einen neuen, den Menschen besonders gefährlichen Typus schaffen.

Diese Möglichkeit ist rein hypothetisch und meiner Meinung schon deswegen nicht   sehr wahrscheinlich, weil  seit über hundert Jahren menschliche Grippe und Vogelgrippe weltweit bekanntermaßen nebeneinander vorkommen und dies gerade noch nie eingetreten ist.

Natürlich kann man sich irgendeine plötzlich weltweit auftretende gefährliche Erkrankung ausdenken, in Einzelfällen passiert dies gelegentlich auch wie bei SARS oder bei Aids.

Dass dies  jetzt bei der Vogelgrippe nach über 100 Jahren plötzlich geschehen soll, ist jedoch nicht sehr wahrscheinlich.

Physiologische Besonderheiten (für wissenschaftlich Interessierte):
Die Grippe (Influenza) sowohl bei Mensch als auch bei Vögeln hat als Virus die Eigenart, dass sie genetisch sehr variabel ist. Das heißt, dass die Oberfläche des Virus sich in  ihren Eigenschaften laufend ändert und somit die Antikörper gegen frühere Epidemien bei den aktuellen Erregern nicht mehr oder nicht mehr ausreichend wirksam sind und daher nicht mehr ausreichend schützen: es kommt zu einer Neuerkrankung. Nur deswegen kann es immer wieder zu weltweiten Ausbrüchen kommen.

Da andererseits zumindest bei uns recht viele Menschen gegen die Grippe geimpft sind und dabei gerade deren letzte Varianten immer berücksichtigt werden, ist dies heutzutage nicht mehr so sehr wahrscheinlich. Wegen der erwähnten ständigen Veränderung dieser sogenannten Antigeneigenschaften ist übrigens die Grippeimpfung jährlich neu erforderlich bzw. sinnvoll.

Die menschliche Grippe selbst wird im Normalfall, das heißt bei nicht zu schwerem Verlauf, nicht direkt diagnostiziert, da dies sehr aufwendig wäre und das Ergebnis auf jeden Fall zu spät kommt, um die Therapie noch beeinflussen zu können, also nicht sinnvoll ist.

Eine etwaige Therapie mit antiviralen Medikamenten (z. B. Tamiflu) müsste sofort erfolgen und nicht erst nach einigen Tagen, um eine Wirkung zu erzielen. Daher ist diese Diagnostik nur bei schweren Verläufen sinnvoll, die in der Regel sowieso stationär behandelt werden.

Bester Link zur Vogelgrippe von BGA:

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Freitag, 12. Juni 2020

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